Golf von Mexiko: Ölplattformen rüsten sich gegen „Isaac“
Der britische Ölkonzern BP stoppt wegen des Tropensturms „Isaac“ die Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko. Unter den geschlossenen sieben Plattformen befinde sich auch die weltgrößte Plattform „Thunder Horse“, teilte der Konzern gestern mit. Meterologen befürchten, dass sich „Isaac“ auf seinem Weg nach Florida zu einem Hurrikan verstärken könnte.
BP-Konkurrent Chevron teilte mit, einige Mitarbeiter aus dem Gefahrengebiet zu holen. Ein Produktionsstopp ist demnach jedoch nicht vorgesehen. Und Anadarko bringt ebenfalls Mitarbeiter in Sicherheit und stellt die Produktion auf einigen Plattformen vorübergehend ein. Wegen „Isaac“ haben die Republikaner bereits ihren Parteitag in Tampa verschoben.
Sieben Tote in Haiti
„Isaac“ riss indes in Haiti nach jüngsten Angaben sieben Menschen in den Tod. Unter den Opfern sei ein achtjähriges Mädchen, das von einer einstürzenden Hausmauer erschlagen worden sei, teilte der Zivilschutz in der Hauptstadt Port-au-Prince mit. Ein sechsjähriger Bub sei gestorben, als sein Zelt einstürzte.
Den Angaben zufolge wurden 5.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Fast 20 Notzelte, die nach dem schweren Erdbeben von 2010 aufgestellt worden waren, wurden ebenfalls geräumt. Bei dem Erdbeben waren damals in Haiti 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Seitdem leben in dem bitterarmen Land noch immer rund 400.000 Menschen in Zeltstädten.
USA erreicht
„Isaac“ erreicht indes die Inselkette Florida Keys im Südosten der USA. Da die Behörden davon ausgingen, dass der Sturm zunimmt und Hurrikanstärke erreicht, wurde in Florida und auch in einigen Provinzen Kubas der Ausnahmezustand ausgerufen. Das Hurrikanzentrum in Miami gab bereits für Louisiana eine Hurrikanwarnung aus. Gouverneur Bobby Jindal rief die Bevölkerung in niedriger liegenden Küstenregionen auf, sich auf Evakuierungen vorzubereiten.
Publiziert am 26.08.2012