Waldbrände nahe Madrid: 2.000 Menschen in Notunterkünften

Mehrere Waldbrände haben heute westlich von Madrid die spanische Feuerwehr in Atem gehalten. Rund 500 Feuerwehrleute kämpften mit Unterstützung von elf Löschhubschraubern und drei Flugzeugen gegen die Flammen, die nach Angaben der Behörden vermutlich auf Brandstiftung zurückgehen.

Gestern Abend waren in Ortschaften rund 60 Kilometer westlich der spanischen Hauptstadt vorsorglich 2.000 Bewohner in Notunterkünfte gebracht worden, wie ein Sprecher der Rettungsdienste mitteilte. Die Brände betrafen vor allem die Orte Valdemaqueda und Robledo de Chavela.

Video dazu in iptv.ORF.at

Hinweise auf Brandstiftung

Bis auf eines würden alle Feuer vermutlich im Laufe des Tages unter Kontrolle gebracht, fügte der Sprecher hinzu. Die größten Probleme bereite der Brand im Gebirge Santa Catalina, wo unwegsames Gelände die Löscharbeiten erschwere.

Alles deute auf Brandstiftung hin, weil vier Brände gleichzeitig ausgebrochen seien, sagte der Sprecher. Spanischen Medienberichten zufolge zerstörten die gestern ausgebrochenen Feuer über Nacht bereits mehr als 2.000 Hektar Waldfläche.

Schlimmste Dürreperiode seit 70 Jahren

In Spanien wüten in diesem Sommer besonders viele Brände. Grund ist die schlimmste Dürreperiode seit 70 Jahren, die das Land im vergangenen Winter erlebt hatte. Mit 139.886 Hektar verbrannter Fläche bis zum 12. August erlebt Spanien in diesem Jahr die schlimmste Brandkatastrophe seit zehn Jahren.

Publiziert am 28.08.2012