Rekordeisschmelze in der Arktis
Die Eisfläche im Nordpolarmeer ist in diesem Sommer so stark geschmolzen wie nie zuvor. Meeresforscher erwarten zudem, dass sich das arktische Eis in den kommenden Wochen noch weiter zurückziehen wird.
Dem US-Schnee- und -Eisdatenzentrum zufolge bedeckt die Eisfläche nur noch 4,1 Millionen Quadratkilometer und damit rund 70.000 Quadratkilometer weniger als beim bisherigen Niedrigrekord vor fünf Jahren.
„Es ist etwas überraschend, dass die Eisfläche in der Arktis 2012 im August unter das Rekordtief vom September 2007 fällt“, sagte der Experte Walt Meier. Den Forschern zufolge hält die Eisschmelze in der Regel bis Mitte oder Ende September an.
Die meisten Wissenschaftler machen die globale Klimaerwärmung dafür verantwortlich, dass immer größere Flächen in den Sommermonaten tauen. Die Sorge wächst, dass das Schrumpfen der Eisfläche in der Arktis zusätzlich negative Folgen für das Klima auf der Erde haben könnte, da das Eis die Wärmestrahlung der Sonne reflektiert. Weniger Eis bedeutet daher eine noch größere Erwärmung der Erde.
Publiziert am 28.08.2012