Japan und Nordkorea wollen Misstrauen überwinden

Erstmals seit vier Jahren sind Vertreter Nordkoreas und Japans heute zu direkten Gesprächen zusammengekommen. An den Beratungen in Peking seien zwei Diplomaten beteiligt, hieß es von der japanischen Botschaft in der chinesischen Hauptstadt. Die Gespräche seien für einen Tag angesetzt, könnten aber morgen fortgesetzt werden.

Bei dem Treffen soll erörtert werden, ob Fortschritte hin zu einer Überwindung des gegenseitigen Misstrauens möglich sind. Langfristig streben beide Länder die Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen an.

Japan erhofft sich von Nordkorea vor allem Aufklärung über Entführungen von Japanern durch nordkoreanische Beamte in den 70er und 80er Jahren. Pjöngjang hatte 2002 eingeräumt, dass Agenten Japaner entführten, damit diese durch Unterricht in japanischer Sprache und Kultur bei der Ausbildung von Spionen halfen.

Für weitere Spannungen sorgen aus japanischer Sicht nordkoreanische Raketentests über japanischem Staatsgebiet sowie unterirdische Atomtests. Nordkorea kritisiert Japan dagegen unter anderem wegen der Militärallianz mit den USA.

Publiziert am 29.08.2012