USA: Warnung vor Hantaviren in Yosemite-Nationalpark
Nach zwei Todesfällen durch gefährliche Hantaviren haben die US-Behörden die Besucher des berühmten Yosemite-Nationalparks in Kalifornien zur Wachsamkeit aufgerufen. Die Parkverwaltung kündigte am Dienstag (Ortszeit) an, alle Touristen, die sich seit Mitte Juni in Zelthütten in der Ferienanlage Curry Village aufgehalten haben, zu kontaktieren. Dabei soll es sich um rund 1.700 Besucher handeln.
Diese würden „über die jüngsten Fälle informiert und aufgefordert, unverzüglich medizinischen Rat einzuholen, wenn sie Symptome des Hantavirus zeigen“, erklärte die Parkverwaltung.
Neben den zwei Todesfällen gibt es zwei infizierte Besucher des Yosemite-Parks, die unter ärztlicher Beobachtung stehen. Menschen können sich durch den Kontakt mit Urin, Kot und Speichel infizierter Nager - vor allem Hirschmäuse - anstecken. Eine Erkrankung ist äußerst gefährlich und muss umgehend behandelt werden. Sie beginnt mit Fieber und Schmerzen, kann aber schnell lebensbedrohlich sein.
Symptome oft erst Wochen danach
Oftmals zeigten sich die Symptome erst eine bis sechs Wochen nach der Ansteckung, sagte Don Neubacher vom Yosemite-Park. Daher würden alle Besucher kontaktiert, die sich seit Mitte Juni in Curry Village aufgehalten hätten. Seit der Entdeckung der Krankheit 1993 wurden insgesamt 587 Fälle in den USA registriert, davon rund 60 in Kalifornien. Ein Drittel der landesweit Infizierten starb.
Publiziert am 29.08.2012