Spanische Bankia soll Milliardenhilfe bekommen
Spaniens angeschlagener Sparkassenkonzern BFA-Bankia kann Kreisen zufolge bis Mitte September mit Milliardenhilfen rechnen. Der spanische Banken-Restrukturierungsfonds FROB werde noch heute eine Kapitalspritze von vier bis fünf Mrd. Euro genehmigen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Diese werde dann bis zum 14. September an die verstaatlichte Bank fließen. Das Institut lehnte eine Stellungnahme ab.
Mit dem Geld soll die Kapitaldecke des defizitären Instituts strengeren Auflagen angepasst werden. Bankia hatte am Freitag einen Halbjahresverlust von mehr als vier Milliarden Euro ausgewiesen.
Der Sparkassenkonzern geriet wegen des Zusammenbruchs des spanischen Immobilienmarktes und der Verschärfung der Schuldenkrise in Schieflage. Um die Hilfen hatten die spanische Regierung und die EU-Behörden wochenlang hinter verschlossenen Türen gerungen.
Publiziert am 03.09.2012