Kinderarbeit-Vorwürfe: Samsung will Zulieferer prüfen

Nach neuen Vorwürfen zu Kinderarbeit in chinesischen Fabriken hat der südkoreanische Elektrokonzern Samsung eine Überprüfung aller seiner knapp 250 Zulieferer im Nachbarland angekündigt. Zugleich widersprach der weltgrößte Hersteller von Fernsehern, Speicherchips und Smartphones gestern in Seoul Anschuldigungen der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch, dass bei seinem Zulieferer HEG Electronics in Südchina Kinder arbeiteten.

Zuvor hatte Samsung erklärt, Vorwürfen nachgehen zu wollen, dass in seinen eigenen Fabriken in China Kinder zur Arbeit gezwungen würden.

In einem Bericht von China Labor Watch werden Missstände in sechs chinesischen Fabriken angeprangert, die direkt zu Samsung gehören. Über den Bericht hatte am Wochenende zuerst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. Im vergangenen Monat hatte die nicht staatliche Organisation bereits geschrieben, dass sieben Kinder unter 16 Jahren in der Fabrik von HEG in Huizhou arbeiteten, wo unter anderem Handys und DVD-Spieler für Samsung gefertigt werden.

Publiziert am 03.09.2012