Demokratischer Hochstapler von US-Parteitag ausgeschlossen
Nach einer durchzechten Nacht hat sich ein Delegierter des Parteitags der US-Demokraten Medienberichten zufolge vor Polizisten als Kongressabgeordneter ausgegeben - und wurde daraufhin von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Der Delegierte aus Kalifornien sei in der Nacht auf gestern stark alkoholisiert in sein Hotel in Charlotte im Bundesstaat North Carolina zurückgekehrt, berichtete die Zeitung „Sacramento Bee“. Sein Trinkkumpane habe in das Hotel getragen werden müssen und sei bewusstlos auf den Boden der Lobby gelegt worden. Die Hotelbediensteten riefen den Angaben zufolge einen Krankenwagen, auch die Polizei erschien. Der Delegierte erzählte den Beamten, er sei ein Kongressabgeordneter. Sein Zechgenosse möge den Rausch doch bitte in seinem Hotelzimmer ausschlafen dürfen. Die Polizisten hakten nach, wollten den Ausweis des Mannes sehen - und die Lüge flog auf.
Der Delegierte sei nicht festgenommen, aber von den Organisatoren des Parteitags zur Abreise aufgefordert worden, schrieb die „Sacramento Bee“. „Bei den Parteitagen ist es oft so, dass Leute, die sich eine längere Zeit nicht gesehen haben, zusammenkommen“, sagte Parteisprecher Tenoch Flores der Zeitung. „Und manchmal trinken Leute dann zu viel.“
Die Convention der Demokraten beginnt morgen. Zum Abschluss am Donnerstag soll Präsident Barack Obama offiziell erneut ins Rennen um das Weiße Haus geschickt werden. Die Republikaner hatten ihren Spitzenkandidaten Mitt Romney in der vergangenen Woche auf ihrem Parteitag in Tampa gekürt.
Publiziert am 03.09.2012