Syrische Kampfjets greifen Aleppo an
Syrische Kampfflugzeuge haben heute erneut Ziele in der nordsyrischen Metropole Aleppo und in ihrer Umgebung angegriffen, wie die Opposition berichtete.
Die Stadt ist seit eineinhalb Monaten zwischen den Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad und den Aufständischen heftig umkämpft. Auch in der Hauptstadt Damaskus wurden die Stadtteile Tadamun und al-Arbain mit Granaten beschossen.
Rebellen sprechen von Lebensmittelkrise
In den umkämpften Vierteln Aleppos herrscht laut Angaben der Rebellen ernste Lebensmittelknappheit. Grundnahrungsmittel wie Eier, Reis und Milch seien in der Stadt praktisch nicht mehr aufzutreiben, sagte ein dortiger Kämpfer heute über Skype der Nachrichtenagentur AFP. Besonders die Einwohner der von Rebellen gehaltenen Bezirke seien gezwungen, die Produkte von Stadtteil zu Stadtteil zu schmuggeln. „Die Märkte sind fast leer.“
Syrien Aleppo: Video dazu in iptv.ORF.at
Rot-Kreuz-Chef traf Assad
Unterdessen traf der Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, mit Assad zusammen. Das Gespräch habe 45 Minuten gedauert, teilte ein Sprecher mit. Es sei „positiv verlaufen“. Maurer bemüht sich um einen besseren Zugang für Helfer zu der unter den Kämpfen leidenden Zivilbevölkerung. Es gebe eine sich „rasch verschlechternde humanitäre Situation“, hatte das IKRK im Vorfeld des Besuchs erklärt.
Publiziert am 04.09.2012