Karl will GPS-Fußfessel für Sexualstraftäter
Justizministerin Beatrix Karl (ÖVP) will eine etwaige Fußfessel für Sexualstraftäter mit einem GPS-Sender ausstatten. Bei einem Besuch in Spanien, wo das Modell bereits breitflächig zur Anwendung kommt, informierte sich die Ressortleiterin über die praktische Anwendung des Systems. „Das Modell würde auch in Österreich Sinn machen“, sagte sie heute der APA.
Die Behörden in Spanien hätten laut Justizminister Alberto Ruiz-Gallardon sehr gute Erfahrungen mit der GPS-Fußfessel gemacht, so Karl. „Die Erfahrungen der Spanier haben gezeigt, dass GPS-Fußfesseln den Vorteil haben, gewisse Orte für den Sexualstraftäter zu sperren. So kann beispielsweise festgelegt werden, dass der Alarm losgeht, sobald sich der Täter dem Wohnort oder dem Arbeitsplatz des Opfers nähert oder er einem Kindergarten zu nahe kommt“, so die Justizministerin.
Besonders interessant findet Karl die spanische Fußfesselvariante, bei der auch die Opfer mit einem solchen GPS-Gerät ausgestattet werden können und automatisch alarmiert werden, sobald sich der Täter ihnen nähert.
Publiziert am 04.09.2012