EU prüft Dumpingklage gegen Chinas Solarbranche
Im Konflikt zwischen Europas Solarindustrie und Herstellern aus China schaltet sich die EU-Kommission ein: Sie wird nach eigenen Angaben die Dumpingvorwürfe gegen die chinesischen Unternehmen prüfen und leitete dazu ein Verfahren ein.
Die europäische Initiative EU ProSun hatte Ende Juli bei der EU-Kommission eine Anti-Dumping-Klage gegen „unfaire Handelspraktiken chinesischer Hersteller“ eingereicht. Zu der Initiative gehören über 20 Firmen der europäischen Solarbranche.
Die Solarunternehmen kritisieren, chinesische Firmen könnten aufgrund günstiger staatlicher Kredite und weiterer Vorteile ihre Solaranlagen in Europa unter den eigenen Kosten verkaufen. Die US-Regierung geht bereits seit dem Frühjahr mit Strafzöllen gegen billige Solartechnologie aus China vor. Die chinesische Regierung weist den Vorwurf des Dumpings zurück.
China „bedauert“
China erklärte, es bedauere das Verfahren. Ein Sprecher des Handelsministeriums sagte in Peking, eine Beschränkung der chinesischen Solarprodukte werde nicht nur die Interessen der europäischen und chinesischen Industrie schädigen, sondern auch die weltweite Entwicklung der Sonnenenergie.
Die Europäische Union solle ernsthaft die chinesischen Positionen und Vorschläge in Erwägung ziehen und die Spannungen in der Solarbranche durch Gespräche und Kooperation beseitigen.
Publiziert am 06.09.2012