Foxconn dementiert Zwangsrekrutierung von Studenten

Apple-Auftragsproduzent Foxconn in China hat Vorwürfe zurückgewiesen, wonach für die Produktion des nächsten iPhones Studenten zwangsrekrutiert werden.

Zwar seien 2,7 Prozent der insgesamt 1,2 Millionen Foxconn-Arbeiter Studenten, die im Rahmen eines Praktikums bei Foxconn arbeiten würden. Sie könnten allerdings jederzeit gehen, so Foxconn in einer Stellungnahme. Die Praktika würden zwischen einem und sechs Monate dauern, die Studenten hätten zudem alle das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter.

Praktikum für Universitätsabschluss

Letzte Woche hatten chinesische Medien berichtet, dass Tausende Studenten ungeachtet des Beginns des neuen Semesters eine Sechstagesschicht an den Foxconn-Förderbändern schieben. Einen Teil des Lohns müssen die Studenten demnach auch gleich wieder für Unterkunft und Verpflegung auf dem Werksgelände bezahlen.

Die Universitäten seien von staatlicher Stelle dazu angehalten worden, Foxconn nach Möglichkeit zu unterstützen, so „Shanghai Daily“ letzte Woche. Wer sich weigere, bei Foxconn zu arbeiten, riskiere seinen Universitätsabschluss. Laut Bericht soll Foxconn unter einem Engpass von bis zu 10.000 Arbeitern leiden.