Kreml erteilt Gasprom im Streit mit EU Maulkorb
Mitten in den Ermittlungen der EU-Kommission wegen Monopolvorwürfen hat der Kreml dem beschuldigten russischen Staatskonzern Gasprom einen Maulkorb erteilt.
„Strategische Unternehmen“ wie Gasprom dürften Staaten und fremden Organisationen keine Unterlagen aushändigen, wenn dadurch die wirtschaftlichen Interessen Russlands gefährdet würden, verfügte Präsident Wladimir Putin in einem heute veröffentlichten Ukas (Erlass).
Grundsätzlich müssen die Konzerne für alle Anfragen aus dem Ausland eine Genehmigung der Regierung einholen. Die EU-Kommission wirft Gasprom vor, Konkurrenz auszuschalten und Gaspreise in die Höhe zu treiben.
Publiziert am 11.09.2012