Moody’s: USA könnten Toprating verlieren
Mitten im Wahlkampf hat die Ratingagentur Moody’s den USA mit dem Verlust der Topnote für ihre Kreditwürdigkeit gedroht. Washington werde seine Bewertung „Aaa“ verlieren, sollten sich Republikaner und Demokraten im Kongress in diesem Sitzungsjahr nicht auf einen Weg zum Abbau der Staatsverschuldung einigen, teilte Moody’s gestern mit.
Die Haushaltsverhandlungen während des im Sommer 2013 endenden Sitzungsjahres des Kongresses seien für die künftige Bewertung der US-Bonität entscheidend, erklärte Moody’s. Sollten diese Verhandlungen nicht zu einem Budget führen, das die Staatsverschuldung stabilisiere und mittelfristig für eine „rückläufige Entwicklung“ der Verschuldung sorge, werde die Agentur ihre Bewertung wahrscheinlich um eine Stufe auf „Aa1“ senken.
Moody’s hat den Ausblick für die US-Kreditwürdigkeit seit einiger Zeit auf negativ gestellt. Bei der Ratingagentur Standard & Poor’s hatte die USA ihre Topnote bereits im August 2011 verloren. Die dritte große Agentur Fitch hatte im vergangenen Dezember angekündigt, ihre Bewertung von den Ereignissen nach den Wahlen abhängig zu machen. Neben dem Präsidenten wählen die USA am 6. November auch das Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats neu.
Publiziert am 11.09.2012