Syrische Opposition verurteilt Hinrichtung gefangener Soldaten

Der Syrische Nationalrat (SNC) hat die Hinrichtung von gefangenen Soldaten durch Regimegegner in der Provinz Aleppo scharf verurteilt. In einer Erklärung, die das Oppositionsbündnis gestern Abend veröffentlichte, hieß es: „Der SNC hat erfahren, dass eine Gruppe, die sich selbst als Teil der syrischen Revolutionstruppen bezeichnet, Soldaten in Uniformen der syrischen Armee hingerichtet hat, nachdem sie diese in Aleppo gefangen genommen hatte.“

Der SNC sprach von einem „Verbrechen, für das es keine Rechtfertigung geben kann“. Ein Video, das die getöteten Soldaten zeigt, war zuvor von einer syrischen Menschenrechtsorganisation veröffentlicht worden.

Angriff auf Rebellenhochburgen

Inzwischen wurde erneut eine der letzten in der Hauptstadt Damaskus verbliebenen Rebellenhochburgen angegriffen. Im Vorort Hadschar al-Aswad seien vier Menschen getötet worden, berichteten Oppositionsvertreter. Neben der Artillerie hätten die Streitkräfte auch Kampfhubschrauber eingesetzt.

Das Stadtviertel gehört zu einer ganzen Reihe von Bezirken am Rande der Hauptstadt, in denen vor allem Sunniten wohnen. Diese stellen das Rückgrat des Aufstandes gegen Präsident Baschar al-Assad, der aus der alawitischen Minderheit im Land stammt. Regierungskräfte haben immer wieder die rund ein Dutzend sunnitischen Vororte angegriffen, um den Aufstand gegen Assad in der Hauptstadt niederzuschlagen.