Chinas Vizepräsident wieder öffentlich aufgetreten

Nach zwei Wochen ohne öffentliche Auftritte hat sich Chinas Vizepräsident Xi Jinping heute wieder in der Öffentlichkeit gezeigt. Xi sei an der Chinesischen Landwirtschaftsuniversität eingetroffen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Er wolle dort an Aktivitäten zum Nationalen Tag zur Popularisierung der Wissenschaften teilnehmen.

Am Donnerstag war Xi zum ersten Mal wieder nach einer längeren Pause in der Staatspresse aufgetaucht: Xi habe Beileid zum Tod eines Parteigenossen am 6. September geäußert, berichtete eine Parteizeitung.

Heißer Kandidat für Hu-Jintao-Nachfolge

Xi war seit dem 1. September nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen worden und hatte seither vier Treffen mit ranghohen ausländischen Politikern abgesagt, darunter eines mit US-Außenministerin Hillary Clinton. Sein Verschwinden führte zu Spekulationen über sein Schicksal und verschiedenste Gebrechen von Rückenschmerzen bis zum Herzinfarkt. Xi gilt als möglicher Nachfolger von Präsident Hu Jintao als Vorsitzender der Kommunistischen Partei sowie als Staatschef. Der Prozess der Machtübergabe soll vermutlich sehr bald anlaufen.

Publiziert am 15.09.2012