Simbabwe: Premier heiratet trotz Gerichtsentscheids

Der simbabwische Ministerpräsident Morgan Tsvangirai hat einer gerichtlichen Anordnung getrotzt und erneut geheiratet. Obwohl ein Gericht ihm einen Tag zuvor die Heiratslizenz entzogen hatte, gab der 60-Jährige gestern in Harare vor Hunderten Gästen seiner 25 Jahre jüngeren Verlobten Elizabeth Macheka das Jawort.

Tsvangirais Ex-Freundin Locardia Karimatsenga Tembo hatte die Justiz eingeschaltet, um zu verhindern, dass der Ministerpräsident heiratet. Sie argumentierte, nach dem simbabwischen Gewohnheitsrecht sei sie noch immer mit ihm verheiratet. Daraufhin hatte ein Gericht Tsvangirais Ehefähigkeitszeugnis für nichtig erklärt.

Um die Gerichtsanordnung zu umgehen, heiratete Tsvangirai seine Verlobte nun nicht nach westlichem, sondern nach traditionellem Recht, wonach ein Mann beliebig viele Frauen haben darf.