13. documenta verzeichnete Besucherrekord

Neuer Rekord: Die Kunstausstellung documenta in Kassel hat bei ihrer 13. Ausgabe rund 860.000 Besucher gezählt. Die weltweit wichtigste Schau zeitgenössischer Kunst endete nach genau 100 Tagen gestern Abend. Den bisherigen Rekord hielt die 12. Ausgabe der Weltkunstschau - im Sommer 2007 waren rund 750.000 Besucher gekommen. Die Besucherzahl stieg also um 14 Prozent, wie die documenta mitteilte. Die documenta findet alle fünf Jahre in Kassel statt.

„Ich bin von dieser documenta beeindruckt und besonders froh, dass die Besucherzahlen und auch das Echo in den Medien so klar widerspiegeln, was wir täglich in der Ausstellung erleben dürfen: Besucher, die bewegt und begeistert sind, die Realitäten neu befragen und, da bin ich ganz sicher, verändert nach Hause fahren“, betonte der Geschäftsführer der documenta, Bernd Leifeld.

Mehr als eine Tagesveranstaltung für Besucher

Auch sonst war die am 9. Juni eröffnete documenta (13) ein Festival der Rekorde: Die künstlerische Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev schrieb fast 300 Namen auf die Teilnehmerliste, so viele wie nie zuvor. Es gab mit gut 60 Ausstellungsorten in Kassel und an den Außenstandorten Kabul, Kairo und Banff (Kanada) auch mehr Kunststätten als je zuvor. In Kabul kamen rund 27.000 Menschen in die documenta-Ausstellung.

„documenta (13) war für die Besucher keine Tagesveranstaltung. Die Ausstellung hat für die Besucher viel mehr eine Form von lebender Kultur repräsentiert, die zum Leben der Menschen gehört und in wiederholten Besuchen erkundet wird, um dabei das Empfinden von Zeitdruck zu brechen, die Zeit und das Empfinden von Kunst befreien zu lassen“, so Christov-Bakargiev.