Spaniens langjähriger KP-Chef Carrillo tot
Santiago Carrillo, der frühere Chef der spanischen Kommunisten, ist tot. Der langjährige Generalsekretär der KP starb gestern im Alter von 97 Jahren in Madrid. Das teilte die Familie der staatlichen Nachrichtenagentur Efe mit.
Carrillo hatte maßgeblich Anteil am Übergang Spaniens von der Franco-Diktatur (1939 bis 1975) zur Demokratie gehabt. Er hatte die Führung der Kommunistischen Partei (PCE) 1960 im Exil übernommen und das Amt des Generalsekretärs bis zu seinem Rücktritt 1982 behalten.
Carrillo führte die Partei anfangs autoritär und entfernte alle Kritiker aus der PCE-Spitze. Später wandelte er sich zu einem der wichtigsten Vertreter der Bewegung der „Eurokommunisten“.
Publiziert am 18.09.2012