Apple gibt in E-Book-Kartellstreit mit EU nach
In das EU-Kartellverfahren gegen Apple und große Verlage wegen Preisabsprachen bei elektronischen Büchern kommt Bewegung.
Der US-Technologieriese und vier Verlage boten den europäischen Wettbewerbshütern Zugeständnisse an, um den Streit beizulegen. Demnach soll Handelsunternehmen wie Amazon für eine Frist von zwei Jahren erlaubt werden, E-Books billiger zu verkaufen als bisher festgelegt.
In das seit Dezember 2011 laufende Verfahren involviert sind der Verlag Macmillan, der zum deutschen Holtzbrinck-Verlag gehört, Simon & Schuster, HarperCollins von News Corp., Hachette Livre von Lagardere und Penguin von Pearson. Mit ihnen hat Apple einen E-Book-Verkauf über iTunes zu einem Festpreis vereinbart, von dem Apple 30 Prozent erhält.
Fixer Buchpreis
Teil der Vereinbarung mit den Verlagen war, dass andere Händler wie Amazon die festgelegten Preise nicht unterschreiten durften. Als einziges der fünf Verlagshäuser schloss sich Penguin dem Kompromissangebot nicht an. In einem vergleichbaren Verfahren hatten HarperCollins, Simon & Schuster und Hachette mit der US-Regierung eine Einigung erzielt.
Die EU-Kommission gibt betroffenen Unternehmen nun einen Monat Zeit, um zu den Zugeständnissen Stellung zu beziehen. Sollten die Antworten positiv ausfallen, würde das Kartellverfahren beendet.
Publiziert am 19.09.2012