„Closer“ rückt Kate-Skandalfotos heraus
Das französische Klatschmagazin „Closer“ hat die umstrittenen Oben-ohne-Bilder der britischen Herzogin Kate herausgegeben. Die digitalen Fotodateien seien gestern an Prinz William und seine Frau übermittelt worden, meldete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf ungenannte Quellen. Unterdessen war das Paar heute auf dem Rückweg von seiner Asien-Pazifik-Reise in die Heimat.
Ein Gericht in Nanterre bei Paris hatte die Verwendung und Verbreitung der Fotos untersagt und das Magazin zur Herausgabe verurteilt. Gleichzeitig drohte die Justiz für jeden Tag Verzögerung eine Strafe von 10.000 Euro an. Der Ärger ist für den Enkel von Queen Elizabeth und seine Frau damit jedoch nicht ausgestanden.
Dänisches Blatt will Sonderbeilage bringen
Die Bilder, die Kate (30) beim Sonnen ohne Top im Urlaub mit William in der Provence zeigen, kursieren weiter im Internet und sind inzwischen in Irland und Italien nachgedruckt worden. Gestern veröffentlichte mit dem schwedischen Boulevardmagazin „Se och Hör“ bereits das vierte Blatt die Bilder. „Se och Hör“ druckte auf drei Seiten elf Bilder der Eheleute beim Sonnen in Südfrankreich. Fünf Fotos zeigten Kate nur mit einem Bikinihöschen bekleidet. Die Bilder von Kate seien im Vergleich zu den sonstigen Promibildern in ihrem Magazin doch „recht nett“, sagte die Chefredakteurin von „Se och Hör“, Carina Löfkvist, der Nachrichtenagentur AFP.
Gestern kündigte zudem das dänische Schwesternblatt „Se og Hor“ eine Sonderbeilage mit den umstrittenen Fotos an. „Unsere Leser lieben es, dem Leben berühmter Menschen und dem der Royals auch mit enthüllenden Geschichten zu folgen“, teilte das Promiblatt mit. „Se og Hor“ will die Paparazzi-Fotos von einem Südfrankreich-Urlaub Kates mit Ehemann Prinz William in einer 16-seitigen Sonderbeilage abdrucken. Die Onlineausgabe des Blattes werde sie nicht zeigen, hieß es.
„Es liegt in unserer DNA“
Chefredakteur Kim Henningsen meinte zur Veröffentlichung der Fotos gegen den erklärten Willen des britischen Hofes und gegen das gerichtliche Publikationsverbot in Frankreich: „Es liegt in unserer DNA, dass wir unterhalten und die Neugier unserer Leser befriedigen wollen.“ Deshalb sei es „immer relevant, wenn eine Herzogin und künftige Königin von England freiwillig ihren Busen in der Nähe einer öffentlichen Straße zeigt“.
Publiziert am 19.09.2012