Romney versucht nach Fauxpas zurückzurudern
Der republikanische Herausforderer von US-Präsident Barack Obama, Mitt Romney, hat versichert, im Fall eines Wahlsiegs Staatchef aller Bürger sein zu wollen.
„Ich kümmere mich um alle hundert Prozent“, sagte er gestern an die Adresse von Menschen lateinamerikanischer Abstammung. Romney spielte damit auf eine frühere Äußerung an, ohnehin nicht auf die Stimmen von „47 Prozent“ der US-Wähler hoffen zu können.
„Die Menschen in Amerika werden eine bessere Zukunft haben, wenn sie mich zum nächsten Präsidenten wählen“, sagte Romney im spanischsprachigen Fernsehsender Univision. Er konstatierte eine Spaltung der USA, die ihm Sorgen bereite. „Die Politik hat uns in gewisser Hinsicht auseinandergetrieben“, sagte Romney. Wenn er jedoch am 6. November gewählt werde, wolle er „jedes Quäntchen meiner Energie darauf verwenden, dieses Land zusammenzubringen“.
Video dazu in iptv.ORF.at
Zugleich kündigte Romney eine Verschärfung des US-Einwanderungsrechts auf Bundesebene an. Details zu diesem Punkt nannte er nicht. Jedoch sagte der Republikaner, es sei nicht sein Ziel, „Menschen im ganzen Land zu verhaften und abzuschieben“. Früher in diesem Jahr hatte Romney vorgeschlagen, Menschen, die in der USA keine Arbeit fänden, sollten „sich selbst abschieben“. Dafür wurde er sowohl von Obamas Demokraten als auch aus den eigenen Reihen kritisiert.
Publiziert am 20.09.2012