Al-Kaida Nordafrika droht Frankreich mit Geiseltötung
Der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerkes Al-Kaida (AQMI) hat Frankreich mit der Tötung von vier französischen Geiseln gedroht.
In einer Botschaft, die gestern auf einer mauretanischen Website veröffentlicht wurde, wirft das Terrornetzwerk der französischen Regierung vor, einen Einmarsch im Norden Malis vorzubereiten.
„Diese irrsinnige Initiative hätte nicht nur den Tod der Geiseln zur Folge, sondern würde Frankreich insgesamt versinken lassen“, warnte AQMI. Zugleich hob die Organisation aber ihre Bereitschaft zu Verhandlungen hervor.
An die Familien der vier Geiseln gerichtet, die vor rund zwei Jahren im Niger verschleppt worden waren, versicherte AQMI: „Die französische Regierung hat die Tür zu Verhandlungen zugeschlagen und bringt das Leben Ihrer Söhne weiter in Gefahr.“
Angehörige der Geiseln von Hollande empfangen
Die Angehörigen der Geiseln waren am 13. September von Frankreichs Präsident Francois Hollande empfangen worden. Zwei weitere französische Geiseln waren Ende 2011 in Mali von AQMI verschleppt worden. Der Norden Malis ist seit mehr als fünf Monaten von verschiedenen islamistischen Gruppen besetzt.
Die neuen Drohungen von AQMI kommen zu einem Zeitpunkt, zu dem die sozialistische Regierung in Paris den Druck auf afrikanische Staaten verstärkt hat, im Norden Malis zu intervenieren. Hollande hatte logistische Unterstützung für eine solche Militäraktion zugesagt.
Publiziert am 20.09.2012