Ai Weiwei vertritt Deutschland bei Biennale

Der berühmte chinesische Künstler Ai Weiwei freut sich über die Einladung, Deutschland bei der nächsten Biennale in Venedig zu vertreten. „Es ist wirklich eine Ehre“, sagte Ai heute der Nachrichtenagentur dpa in Peking. „Ich habe die Einladung akzeptiert.“

Ob der Regimekritiker persönlich nach Venedig reisen kann, ist aber offen. „Ich werde hingehen, wenn ich darf“, sagte Ai, dessen Reisepapiere eingezogen worden waren. „Bisher habe ich meinen Pass noch nicht zurückbekommen.“

Planungsphase steht noch bevor

Was er auf der Biennale ausstellen will, weiß Ai allerdings noch nicht. „Ich habe mit der Projektarbeit noch nicht angefangen, beginne aber jetzt mit den ersten Plänen“, sagte der 55-Jährige, der als Bildhauer, Dokumentarfilmer, Aktions- und Installationskünstler arbeitet. Er kenne die Arbeit der anderen drei Künstler, die neben ihm den deutschen Pavillon gestalten sollen, sagte Ai.

So hatte Kuratorin Susanne Gaensheimer auch die Inderin Dayanita Singh, den Südafrikaner Santu Mofokeng und den in Wiesbaden geborenen französischen Filmemacher Romuald Karmakar eingeladen. Alle vier setzen sich in ihrer Arbeit kritisch mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinander.

Publiziert am 20.09.2012