Mohammed-Film: Zehntausende demonstrieren in Nigeria

In Nigeria haben heute Zehntausende Menschen gegen den islamfeindlichen Film aus den USA demonstriert. Der Protestzug erstreckte sich über mehrere Kilometer durch die Stadt Kano, wie ein AFP-Reporter berichtete. „Tod Amerika, Tod Israel, Tod den Feinden des Islam“, riefen sie dabei.

Die Organisatoren des Protests forderten die US-Regierung auf, Schmähungen des Islam zu unterbinden. Kano ist die zweitgrößte Stadt des Landes und liegt im Norden Nigerias, in dem vor allem Muslime leben.

Erhöhte Alarmbereitschaft nach Unruhen

Einen Tag nach den blutigen Ausschreitungen bei Protesten gegen ein antiislamisches Schmähvideo herrschte in Pakistan heute erhöhte Alarmbereitschaft. Bei den Unruhen kamen gestern nach Angaben der pakistanischen Zeitungen „News“ und „Dawn“ mindestens 23 Menschen ums Leben, mehr als 200 seien verletzt worden.

Zehntausende empörte Muslime waren auf die Straße gegangen, um gegen ein Video aus den USA zu protestieren, das den Propheten Mohammed verunglimpft. Pakistans Premierminister, Raja Pervez Ashraf, hatte den gestrigen Tag zum landesweiten Feiertag zu Ehren des Propheten erklärt.

Aufgebrachte Muslime hatten sowohl in der Hauptstadt Islamabad als auch in Lahore, Karachi und Peshawar versucht, in die besonders gesicherten Bereiche einzudringen, in denen ausländische Botschaften und Konsulate untergebracht sind. Erst gegen Abend gelang es der Polizei, die empörte Menge unter Kontrolle zu bringen. Heute gab es nach Polizeiangaben zunächst keine Berichte über neue Proteste.

Publiziert am 22.09.2012