Syrische Rebellen schossen offenbar Kampfjet ab
Die syrischen Rebellen haben einem Augenzeugen zufolge einen Kampfjet der Armee abgeschossen. Die Aufständischen hätten einen Militärstützpunkt bei der Stadt Atarib in der nördlichen Provinz Idlib angegriffen, sagte ein Reporter, der namentlich nicht genannt werden wollte. Als der Jet über die Rebellen hinweggeflogen ist, hätten sie ihn mit einer provisorischen Flugabwehrwaffe getroffen.
Heftige Kämpfe nahe Grenze zu Jordanien
Nach Oppositionsangaben brachen unterdessen in der Nähe eines belebten Grenzüberganges nach Jordanien heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen aus. Aktivisten meldeten einen massiven Beschuss der Gegend um den Grenzort Nasib, an dem die Autobahn von Damaskus zur jordanischen Hauptstadt Amman vorbeiführt. Außerhalb Syriens halten sich derzeit rund 257.000 Flüchtlinge auf, viele von ihnen in Jordanien.
Nach Angaben der syrischen Menschenrechtsbeobachter wurden allein gestern landesweit mindestens 150 Menschen getötet. Meldungen aus Syrien sind wegen der Medienblockade der Regierung von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.
FSA verlegt Kommandozentrale
Die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA) hat ihre Kommandozentrale von der Türkei nach Syrien verlegt. Wie die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in einem im Internet veröffentlichten Video mitteilten, wechselte die Führung der FSA „in die befreiten Regionen“ in Syrien. FSA-Chef Riad al-Assaad sprach dabei von „einer guten Nachricht für unser freies und heroisches syrisches Volk“.
Publiziert am 22.09.2012