Bill Clinton schweigt zu Ambitionen von Frau Hillary

Eine Präsidentenkandidatur von US-Außenministerin Hillary Clinton im Wahljahr 2016 ist weiter möglich. „Ich habe nicht die geringste Ahnung“, antwortete ihr Ehemann Bill Clinton gestern in einem Interview auf die Frage, ob sie antreten wolle.

Der Ex-Präsident meinte, niemals eine besser qualifizierte Staatsdienerin getroffen zu haben. Er werde sie bei all ihren Entscheidungen voll unterstützen, fügte der 66-Jährige im Gespräch mit dem Fernsehsender CBS hinzu. Sie sei aber ein bisschen müde.

Hillary Clinton hatte angekündigt, zum Ende der ersten Amtszeit von US-Präsident Barack Obama ihren Posten niederzulegen. Sie wolle sich nach 20 Jahren in der Politik ein wenig ausruhen, hieß es. Bisher wies die ehemalige First Lady und Ex-Senatorin kategorisch zurück, dass sie mit einer Kandidatur für das Präsidentenamt in vier Jahren liebäugelt.

Die Spekulationen stoppte sie damit nicht. Sie hatte 2008 in einem knappen Rennen die Vorwahlen der Demokraten gegen Obama verloren.

„Armut gemeinsam bekämpfen“

Beim zum Auftakt des Jahrestreffen seiner „Clinton Global Initiative“ - einer überparteilichen Plattform, die internationale Führungspersönlichkeiten zusammenführt, um dringliche Probleme der Menschheit zu lösen - rief Clinton dazu auf weltweit gemeinsam die Armut zu bekämpfen. „Wir müssen einen Weg finden, jedem Menschen auf der Welt die Mittel und Möglichkeit zu geben, die eigenen Träume zu verwirklichen“, sagte Clinton in New York.

Die Teilnehmer werden vier Themenschwerpunkte diskutieren: Armut, Religion und Konflikt, Klimawandel und Regierungsführung. Morgen sollen Obama - wie Clinton ein Demokrat - und sein republikanischer Herausforderer im US-Wahlkampf, Mitt Romney, Reden halten. Die Stiftung hilft privaten und öffentlichen Organisationen, Ideen in Aktionen umzusetzen.

Publiziert am 23.09.2012