Auftakt zu Generaldebatte der UNO-Vollversammlung
Am Sitz der Vereinten Nationen in New York beginnt heute die jährliche Generaldebatte der UNO-Vollversammlung. Eröffnet wird das Treffen der Staats- und Regierungschefs mit Reden von US-Präsident Barack Obama, dem französischen Staatschef Francois Hollande und Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff.
Dominierende Themen sind die Situation in Syrien und das iranische Atomprogramm. Für zusätzliche Brisanz sorgen die Proteste in der islamischen Welt gegen ein Mohammed-Video aus den USA, die Obama in seiner Rede ansprechen will.
Österreich wird von Bundespräsident Heinz Fischer und Außenminister und Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) in New York vertreten. Nach einem Begrüßungsempfang durch Generalsekretär Ban Ki Moon stehen bei Fischer bilaterale Gespräche mit dem jordanischen König Abdullah II., dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas und dem ukrainischen Präsidenten Victor Janukowitsch auf der Agenda.
Spindelegger trifft auf einige seiner Amtskollegen und wird am Freitag die österreichische Rede vor der 193 Mitglieder umfassenden Generalversammlung halten.
Obama wird anders als in den Vorjahren am Rande der Versammlung keine offiziellen Gespräche mit anderen Staats- und Regierungschefs führen. 2011 standen auf Obamas Tagesordnung noch 13 Gespräche am Rande der Vollversammlung. Seitens des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu war Kritik gekommen, dass der US-Präsident einem Treffen mit ihm aus dem Weg gehe.
Publiziert am 24.09.2012