Neue Aufregung über Facebooks Timeline
Die französische Regierung hat Vertreter des Sozialen Netzwerks Facebook wegen einer vermeintlichen Datenpanne in die zuständige Behörde zitiert.
Bei dem Treffen heute in der Datenschutzbehörde sollten die Manager erklären, warum private Nachrichten von Facebook-Nutzern in der eigenen Timeline auftauchten und somit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich sein können. Französische Medien hatten darüber berichtet.
Ein Facebook-Sprecher wies jegliche Fehler im Sicherheitssystem des Anbieters zurück, bestätigte aber, dass alte Postings erschienen seien, wo sie nicht hätten veröffentlicht werden dürfen. Diese seien aber nicht privater Natur gewesen, so Facebook. Zur Verwirrung beigetragen hat laut Facebook auch das alte Format der früheren Postings, die den heutigen privaten Nachrichten ähnlich seien.
Aktie erneut eingebrochen
Die Facebook-Aktie hatte gestern einen der schwärzesten Tage seit dem Börsengang im Mai. Sie verlor bis zum Börsenschluss in New York mehr als neun Prozent an Wert und fiel auf 20,79 Dollar (16,10 Euro). Grund für den Einbruch waren erneut hochgekochte Zweifel daran, dass das Soziale Netzwerk seine Werbeeinnahmen wie erhofft steigern kann. Das US-Wirtschaftsmagazin „Barron’s“ hatte am Wochenende Facebooks wirtschaftliche Zukunft infrage gestellt.
Publiziert am 25.09.2012