Italien bekommt Eismuseum
In Anzola Emilia bei Bologna wird am Donnerstag Italiens erstes Eismuseum eingerichtet. Das „Museo del gelato“ ist ganz der Geschichte, der Tradition und der Technologie zur Produktion von Speiseeis gewidmet. Eingerichtet hat es der italienische Eismaschinenhersteller Carpigiani.
10.000 Fotografien und historische Dokumente, traditionsreiche Produktionsgeräte und Rezepte bezeugen die Jahrhunderte währende Geschichte des „Gelato“. „Das Museum soll die Rolle von Speiseeis als Spitzenerzeugnis der gastronomischen Kultur Europas hervorheben“, sagte Kuratorin Luciana Polliotti gegenüber der APA.
Auch österreichischer Teil in Schau
Einige Exponate stammen aus Österreich. Sie erzählen die Geschichte friulanischer und venezianischer Eishersteller, die im Sommer nach Österreich auswanderten, um hierzulande ihre Erzeugnisse anzubieten.
Die italienische Eisproduktion in Österreich kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Schon im 19. Jahrhundert zogen italienische Hersteller mit ihren Eiswagen durch die Straßen Wiens. Heute konsumiert jeder Österreicher durchschnittlich acht Liter Eis im Jahr.
Workshops zur Eisherstellung
Das Museum, das in einem Teil von Carpigianis Produktionswerk eingerichtet wurde, wird montags bis samstags gratis offen sein. Im Internet kann man Führungen buchen. Geplant sind auch Workshops zum Thema Eisherstellung für Kinder und Erwachsene. Carpigiani, der weltweit Marktführer in der Produktion von Eismaschinen ist, liefert auch nach Österreich seine Geräte zur Herstellung von handwerklichem Speiseeis, Softeis, Joghurteis und Shakes.
Der ORF-„dok.film“ bietet am Sonntagabend dem Eis einen Schwerpunkt mit den beiden Dokumentationen „Der Winter der Eismacher“ und „Lust auf Eis“. Speiseeis, wenn mit den richtigen Zutaten und Rezepten hergestellt, kann eine durchaus gesunde Nascherei sein.
Mehr dazu in tv.ORF.at
Publiziert am 25.09.2012