Nächste Runde im Kommunalkredit-Verkauf steht bevor

Der Verkauf der notverstaatlichten Kommunalkredit startet nun in die heiße Phase: „Wir erwarten uns kommende Woche unverbindliche Angebote“, sagte Klaus Liebscher, Vorstand der Finanzmarktbeteilungsgesellschaft (FIMBAG), die gemeinsam mit der US-Bank Morgan Stanley den Deal abwickeln soll, im „WirtschaftBlatt“ (Freitag-Ausgabe).

Danach könnten die Interessenten in den Datenraum, um die „Due Diligence“-Prüfung durchzuführen. Darauf folgen verbindliche Kaufangebote.

Die Privatisierung muss laut EU-Vorgabe bis Jahresende über die Bühne gehen, lautet die EU-Vorgabe. Sollte das Closing nicht bis Ende Juni 2013 erfolgen, droht Brüssel mit einem von der EU eingesetzten Treuhänder, der die Transaktion dann übernehmen würde. Seitens der FIMBAG ist man zuversichtlich, den Zeitplan einzuhalten.

Fünf potenzielle Käufer sollen ihr Interesse angemeldet haben. Liebscher wollte das aus Rücksicht auf den Verkaufsprozess nicht kommentieren. Österreichs Großbanken haben bereits abgewunken, sie haben ihr Geschäft mit den Gemeinden unabhängig von der Kommunalkredit aufgebaut.

Publiziert am 28.09.2012