Belgrad: Starke Sicherheitsmaßnahmen vor strittiger Ausstellung

Die serbische Polizei hat gestern Nachmittag starke Sicherheitsmaßnahmen im Stadtzentrum Belgrads vor der Eröffnung einer strittigen Ausstellung unternommen. Dabei geht es um die Werke der schwedischen Fotografin Elisabeth Ohlson Wallin aus dem Jahre 1998, auf denen Jesus zusammen mit Homosexuellen dargestellt wird.

Bereits im Vorfeld der Ausstellung gab es Proteste nationalistischer Organisationen. Der serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej bezeichnete die Ausstellung als „tief beleidigend“.

Nach Worten vom Premier Ivica Dacic wurden mindestens 2.000 Polizisten eingesetzt, um die Abhaltung der Ausstellung zu ermöglichen bzw. für Ordnung zu sorgen. Die Straßen um das zentral gelegene Zentrum für Kulturelle Dekontamination, wo die Ausstellung stattfindet, wurden laut Medienberichten bereits in den Nachmittagsstunden für den Verkehr gesperrt.

Die Ausstellung findet im Rahmen der in Belgrad laufenden Pride Week statt. Die für Samstag geplante Regenbogenparade wurde abgesagt. Die Veranstalter wollen ihre Kundgebung nun stattdessen in einem Park im Belgrader Mediazentrum abhalten.