ÖGB fordert 1.500 Euro Mindestlohn

Die ÖGB-Frauen legen in Sachen Mindestlohn ein Schäuferl nach: Sie fordern angesichts der Krise und der starken Teuerung nicht mehr 1.300 Euro, sondern 1.500 Euro Mindestlohn, sagte Frauenvorsitzende Brigitte Ruprecht gestern bei einem Hintergrundgespräch.

Angesichts der immer noch klaffenden Einkommensschere müsse man Frauen raten, ja nicht zu Hause zu bleiben, sondern ihr Leben lang Vollzeit zu arbeiten, um nicht in der Pension in die Armutsfalle zu geraten. Denn die künftige lebenslange Durchrechnung und das Pensionskonto würden die Lage der Pensionistinnen weiter verschlechtern, ergaben Berechnungen der ÖGB-Frauen.

Die Einkommenssituation der Frauen hat sich auch am heurigen „Equal Pay Day“ nicht gebessert: Sie verdienen bei ganzjähriger Vollzeitbeschäftigung immer noch um 23,7 Prozent weniger - rechnet man Teilzeit- und atypisch Beschäftigte dazu, sogar um 40 Prozent. Damit liegt Österreich im EU-Vergleich nunmehr an vorletzter Stelle, größer klafft die Schere nur noch in Tschechien.