UNO kritisiert syrischen Angriff auf Türkei scharf

Der UNO-Sicherheitsrat hat den syrischen Angriff auf die Türkei mit fünf Toten scharf kritisiert und Regierungstruppen verantwortlich gemacht.

Das mächtigste UNO-Gremium verurteilte gestern Abend „in schärfsten Worten den Beschuss der türkischen Stadt Akcakale durch die syrischen Streitkräfte“. Auch nach der Eskalation im Konflikt will Ankara einen Krieg mit dem Nachbarland vermeiden. Jedoch hat die türkische Armee jetzt freie Hand für Militäreinsätze in Syrien.

Zuvor hatte der Sicherheitsrat stundenlang um die Formulierung gerungen. Während der Westen das Regime von Präsident Baschar al-Assad klar in der Verantwortung sieht, hatten die Russen dem Vernehmen nach jede Kritik an der syrischen Regierung verhindern wollen.

USA stärkten Türkei den Rücken

Zuvor stärkten die USA nach einer sehr zurückhaltenden Reaktion der NATO dem Partner Türkei im Konflikt mit Syrien zumindest verbal deutlich den Rücken: Die militärische Reaktion Ankaras auf den Granatenbeschuss mit mehreren Toten sei „angemessen“, betonte das US-Außenministerium. Die Vergeltung habe zudem einen „abschreckenden Effekt“. Die befürchtete Eskalation dürfte trotz des grünen Lichts für einen Militäreinsatz ausbleiben. Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan stellte klar, dass sein Land keinen Krieg will.

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Syrische Opposition fürchtet Horrorszenario

Wem nützt eine Ausweitung des Konflikts auf die Region: dem Regime oder der Opposition? Für Michel Kilo, einen der führenden syrischen Oppositionspolitiker, der eine säkulare Linie innerhalb der Opposition vertritt, ist eine Ausweitung des Konflikts ein Horrorszenario: Ein Regionalkrieg würde eine Demokratisierung Syriens für lange Zeit verzögern und das Chaos im Land nur verlängern.

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Publiziert am 05.10.2012