Toyota-Absatz in China um 50 Prozent eingebrochen
Der japanische Autohersteller Toyota hat im September auf dem chinesischen Markt offenbar nur noch halb so viele Autos verkauft wie im August.
Die japanische Zeitung „Yomiuri“ berichtete heute unter Berufung auf Unternehmenskreise, die Zahl von 75.000 im August verkauften Autos habe sich halbiert. Grund ist demnach der Streit zwischen China und Japan um eine kleine Inselgruppe vor der Küste Taiwans. Viele japanische Firmen haben deswegen bereits ihre Fabriken in China geschlossen.
Ein Sprecher von Toyota wollte den Bericht nicht bestätigen und verwies auf Dienstag, wenn das Unternehmen die Zahlen für China veröffentlichen werde. Toyota besitzt 26 Werke in China.
Die Inselgruppe - in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannt - liegt etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt. Vier der fünf Inseln waren bisher in japanischem Privatbesitz, eine gehört der Stadt Tokio.
Die japanische Regierung kaufte kürzlich drei der Inseln - was den seit langem schwelenden Konflikt verschärfte. Der Archipel liegt strategisch günstig, und es werden größere Erdöl- und Erdgasvorkommen auf dem Meeresgrund vermutet. Neben China beansprucht auch Taiwan die Inseln für sich.
Publiziert am 05.10.2012