USA zunehmend besorgt über Türkei-Syrien-Konflikt
Die USA sind zunehmend besorgt, dass sich die anhaltenden Scharmützel an der türkisch-syrischen Grenze zu einem Flächenbrand ausweiten. Zwar müsse abgewartet werden, ob der Konflikt in Syrien auf Nachbarländer wie die Türkei übergreifen werde, sagte US-Verteidigungsminister Leon Panetta gestern in Lima vor der Presse. Die Tatsache aber, dass sich die beiden Länder gegenseitig beschössen, gebe Anlass zur Sorge, dass sich der Konflikt ausweite, sagte der Minister.
Türkei schlägt erneut zurück
Je länger die Syrien-Krise dauert, umso größer wird die Gefahr der regionalen Eskalation. Nach einem erneuten Granatenangriff aus Syrien erwiderte die türkische Armee in der Region Hatay gestern sofort das Feuer.
Zu ähnlichen militärischen Zwischenfällen war es bereits an den Tagen zuvor gekommen. Zuletzt schien der syrische Präsident Baschar al-Assad noch sehr um Deeskalation bemüht zu sein.
Mehr dazu in „Nicht weit von Krieg entfernt“
Fünftes Flüchtlingslager in Türkei eröffnet
Die Türkei hat an der Grenze zu Syrien unterdessen ein weiteres Flüchtlingslager in Betrieb genommen. Das Lager bei Akcakale sei das insgesamt fünfte, zitierte die türkische Nachrichtenagentur Anadolu den Katastrophenschutz.
Die Türkei hat seit Beginn der Aufstände im Nachbarland bereits mehr als 93.000 syrische Flüchtlinge aufgenommen. Ankara hatte mehrfach betont, dass mehr als 100.000 Menschen nicht zu versorgen seien.
Mehr als 400 Syrer geflüchtet
Unterdessen schwoll die Zahl der Syrien-Flüchtlinge in der Türkei weiter an. Heute flohen 412 Syrer vor dem Bürgerkrieg über die Grenze. Unter ihnen seien zwei Generäle der syrischen Armee und zehn Verletzte, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.
Video dazu in iptv.ORF.at
Publiziert am 07.10.2012