Konzertsaal von Stararchitekt Renzo Piano in L’Aquila eröffnet

Dreieinhalb Jahre nach dem schweren Erdbeben in der italienischen Stadt L’Aquila in den Abruzzen ist gestern eine neue Konzerthalle des berühmten Architekt Renzo Piano übergeben worden. An dem von Claudio Abbado dirigierten Konzert nahm auch Staatspräsident Giorgio Napolitano teil, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete.

Der Saal wurde mit Mitteln der Region Trentino aus Holz errichtet und hat innen ein ausgeklügeltes akustisches System. Es sei Holz verwendet worden, das zu Stradivaris Zeiten auch zum Bau von Geigen genutzt wurde, hieß es.

Historisches Zentrum bei Erdbeben zerstört

Bei dem Beben am 6. April 2009 waren 300 Menschen ums Leben gekommen, 67.000 wurden obdachlos. Das historische Zentrum der Stadt wurde zerstört. Der Wiederaufbau zieht sich hin. Kritik gab es auch, dass unter der Regierung von Silvio Berlusconi praktisch eine neue Stadt außerhalb errichtet wurde, statt die alte wiederaufzubauen

„Genug mit der Idee des Wiederaufbaus von L’Aquila draußen, genug mit der ‚New Town‘“, sagte Napolitano. Es sei Zeit, die alte Stadt wiederaufzubauen. Piano sagte, der Konzertsaal sei so nah wie möglich an die immer noch gesperrte rote Zone herangebaut worden. Gerade in Italien gebe es sehr gute Kenntnisse über Restaurierung.

Publiziert am 08.10.2012