Wieder Tote bei Arbeitskampf in Südafrika
Bei Streiks der Minenarbeiter in Südafrika sind erneut Menschen getötet worden. Zwei Männer starben nach Angaben der Polizei gestern nahe Rustenburg an ihren Brandverletzungen, nachdem sie vom Mob angezündet worden waren. Ein weiterer Mann erlitt schwere Schussverletzungen. 40 Personen seien festgenommen worden.
Seit Monaten leidet Südafrika unter blutigen Arbeitskämpfen in mehreren Branchen. Dabei kamen über 50 Menschen ums Leben. Derzeit befinden sich etwa 80.000 Minenarbeiter im wilden Streik. Südafrikas Präsident Jacob Zuma warnte am Donnerstag erneut vor einer gefährlichen Krise Südafrikas, falls die blutigen Kämpfe andauern.
Angebot abgelehnt
Die streikenden Arbeiter südafrikanischer Goldminen lehnten indes ein neues Angebot der Arbeitgeber ab. Das Angebot sei den im Streik befindlichen Bergleuten vorgelegt worden, sie hätten dies jedoch zurückgewiesen, sagte ein Sprecher der Gewerkschaft NUM der Nachrichtenagentur AFP. Es seien weitere Gespräche mit Angestellten und Arbeitgebern geplant, möglichweise könne die Arbeitgeberseite das Angebot noch verbessern. Die Kammer der Arbeitgeber zeigte sich zuversichtlich, dass die Arbeiter bei den Gesprächen kommende Woche überzeugt werden können.
Publiziert am 11.10.2012