Schulz: Griechenland und Spanien mehr Zeit geben

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, tritt dafür ein, Griechenland und Spanien mehr Zeit für ihre Reformen zu geben und ihnen „nicht Sparorgien aufs Auge zu drücken“. Es liege auch im Interesse der reicheren EU-Länder wie etwa Deutschland, „dass ihre Exportmärkte nicht zusammenbrechen“, sagte der deutsche SPD-Politiker gestern Abend in der ZIB2.

Was Griechenland und Spanien jetzt benötigten, sei keine neue Sparrunde, sondern ein „Bekenntnis zum Euro, strategische Investitionen und Hoffnung“. Besonders die hohe Jugendarbeitslosigkeit gelte es zu bekämpfen.

Als „Dreistigkeit“ bezeichnete es Schulz, dass Demonstranten beim jüngsten Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Athen Nazi-Plakate hochhielten. Deutschland habe in den verschiedenen Rettungsschirmen 400 Mrd. Euro verbürgt und sich als „solidarisches Land“ erwiesen.