Iran mit neuem Vorschlag im Atomstreit

Der Iran hat im Atomstreit mit dem Westen seine Kompromissbereitschaft bei der umstrittenen Anreicherung von Uran erneuert. Die iranischen Unterhändler seien gesprächsbereit, wenn der Iran Garantien erhalte, dass auf 20 Prozent angereichertes Uran für den Forschungsreaktor in Teheran aus dem Ausland geliefert werde, sagte heute Außenministeriumssprecher Ramin Mehmanparast nach Angaben des Fernsehsenders Press-TV am Samstag.

Einen entsprechenden Vorschlag hatte Präsident Mahmud Ahmadinedschad bereits vor zehn Tagen unterbreitet. Der Sprecher äußerte sich zwei Tage vor einem Treffen der EU-Außenminister, bei dem die Sanktionen gegen den Iran verschärft werden sollen. Die Details stehen noch nicht fest. Im Gespräch ist aber ein Importverbot für iranisches Erdgas.

Die Öleinfuhren sind bereits verboten. Auch ein Exportverbot für spezielle Metalle und für Software für die petrochemische Industrie sowie ein Verbot für den Bau oder das Verchartern von Öltankern werden geprüft. Ebenfalls geplant sind auch weitere Einschränkungen im Finanzsektor.

Publiziert am 13.10.2012