Euro-Zone muss laut IWF-Chefin „zur Tat schreiten“

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat die Länder der Euro-Zone angesichts der Währungskrise zum Handeln aufgefordert. „Es ist Zeit, zur Tat zu schreiten“, sagte Lagarde gestern Abend im französischen TV-Sender LCI.

Zwar habe etwa die Ankündigung der Europäischen Zentralbank (EZB), Staatsanleihen von Krisenländern der Euro-Zone aufzukaufen, für eine gewisse Beruhigung der Lage geführt. Allerdings reiche das nicht aus, und EZB-Präsident Mario Draghi wisse das auch.

Lagarde sprach sich zudem für mehr Flexibilität bei der Reduzierung der Staatsdefizite aus. Für Länder der Euro-Zone, die nicht unter dem Druck von Investoren stünden, seien strukturelle Maßnahmen zur Reduzierung des Defizits unerlässlich. Dabei müsse die Richtung gewahrt werden, das Tempo könne aber „ein wenig flexibler“ sein, sagte sie.

Publiziert am 17.10.2012