Wegen Meningitisausbruchs US-Pharmakonzern durchsucht

Im Zuge des Ausbruchs von Meningitis in den USA haben Ermittler der Arznei- und Lebensmittelaufsicht FDA das Pharmaunternehmen New England Compounding Center (NECC) im Bundesstaat Massachusetts durchsucht.

„Das ist Teil unserer laufenden Ermittlung, um das Ausmaß und die Ursache des Meningitisausbruchs völlig aufklären zu können“, sagte FDA-Sprecherin Sara Clark-Lynn heute (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP.

Die FDA hatte zuvor zwei Arzneimittel als möglichen Auslöser des Krankheitsausbruchs identifiziert, die vom Hersteller NECC stammen.

Über 200 Fälle

Mittlerweile sind in 15 US-Bundesstaaten mutmaßlich in Verbindung mit verunreinigten Schmerzspritzen 233 Menschen an Meningitis erkrankt, 15 Patienten starben daran. Die Meningitis greift Gehirn und Rückenmark an. Die Krankheit bleibt oft lange unentdeckt, weil die ersten Symptome einer Grippe ähneln.

Publiziert am 17.10.2012