Drogen-Razzia in deutsch-französischem Grenzgebiet
Bei einer großangelegten Razzia gegen einen internationalen Drogenring im deutsch-französischen Grenzgebiet sind 42 Verdächtige festgenommen worden. An dem Einsatz in Deutschland, Frankreich und der Schweiz, bei dem auch einige Kilogramm Heroin beschlagnahmt wurden, waren fast 250 Polizisten beteiligt, wie die Staatsanwaltschaft im ostfranzösischen Nancy gestern mitteilte. Vorausgegangen waren Ermittlungen seit Sommer 2010.
Heroin, Waffen und Bargeld
Der Großeinsatz fand bereits am Dienstag statt. In Frankreich seien 39 Verdächtige festgenommen worden, sagte Staatsanwalt Remi Coutin der Nachrichtenagentur AFP. Weitere drei Festnahmen seien in Deutschland erfolgt.
Gegen 21 mutmaßliche Drogendealer wurden in Frankreich offiziell Ermittlungsverfahren eingeleitet, 20 von ihnen kamen in Untersuchungshaft. In Frankreich und in der Schweiz wurden bei dem Großeinsatz laut Coutin etwa ein Dutzend Kilogramm Heroin, Waffen, Fahrzeuge sowie 30.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.
Die Verdächtigen sind den Angaben zufolge fast ausschließlich Albaner und Kosovaren, zudem seien zwei Franzosen mit albanischen Wurzeln festgenommen worden. Bei dem Drogenring handele es sich um „eine mafiöse Gruppe“, sagte der Staatsanwalt. Ein Großteil der Einnahmen sei nach Albanien gebracht worden. Albanien gilt als wichtige Drehscheibe für den Drogenhandel.
Publiziert am 19.10.2012