UNO-Artenschutzkonferenz einigt sich auf Finanzierung
Zwei Jahre nach ihren Beschlüssen zum Stopp des Artensterbens hat sich die Weltgemeinschaft auf eine Finanzierung des ambitionierten Plans geeinigt. Delegierte aus 193 Staaten kamen auf der UNO-Artenschutzkonferenz (CBD) im indischen Hyderabad überein, dass die Industriestaaten bis 2015 ihre Zahlungen an die Entwicklungsländer verdoppeln.
Die Naturschutzhilfen sollen dann 10 Milliarden Dollar (etwa 7,7 Mrd. Euro) jährlich erreichen, erklärte ein CBD-Sprecher heute Früh. Wie sich die Transferleistungen danach entwickeln, werde auf der nächsten Konferenz 2014 festgelegt. Umweltschützer lobten den gefundenen Kompromiss.
Schwellenländer blockierten
Auf der fast zweiwöchigen Konferenz hatten die Vertreter der Staaten hart um einen Kompromiss gerungen - in einer langen Nachtsitzung wurde er schließlich doch noch gefunden. Vor allem Brasilien und China sperrten sich bis zuletzt gegen höhere Finanzzusagen, berichteten Beobachter. „Auch für Europa ist es angesichts der Haushaltslage vieler Mitgliedsländer im Moment schwierig“, sagte Günter Mitlacher, Leiter Biologische Vielfalt beim WWF Deutschland.
Lobend erwähnten die Umweltschutzorganisationen die Haltung der afrikanischen Länder, die von Anfang an konstruktiv mitgearbeitet hätten. Sie seien auch zu eigenen Verpflichtungen bereit gewesen, meinte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).
Publiziert am 19.10.2012