Madrider Sparpolitik bei Regionalwahlen auf Prüfstand

Die Sparpolitik des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy steht heute bei Regionalwahlen auf dem Prüfstand. In Galicien, der Heimatregion des Regierungschefs, und im Baskenland (Euskadi) werden vorzeitig neue Regionalparlamente gewählt. Insgesamt sind 4,1 Millionen Wahlberechtigte zur Abgabe ihrer Stimmen aufgefordert.

Nur knappe Mehrheit in Galicien

In Galicien im Nordwesten des Landes regiert Rajoys konservative Volkspartei (PP) seit 2009 mit einer Stimme Mehrheit. Nach Umfragen hat sie gute Aussichten, die knappe Mehrheit zu verteidigen. Im Baskenland steht die Frage im Mittelpunkt, wie stark die Separatisten aus der Wahl hervorgehen.

Das Bündnis Bildu (Versammlung) durfte nach dem Gewaltverzicht der Terrororganisation ETA erstmals Kandidaten aufstellen. Nach Umfragen gelten die gemäßigten Nationalisten (PNV) als Favoriten. Den Sozialisten (PSE), die seit 2009 im Baskenland mit Unterstützung der PP regieren, droht ein Debakel.

Publiziert am 21.10.2012