Fast 6.000 wegen Meuterei in Bangladesch verurteilt

Fast dreieinhalb Jahre nach einer blutigen Meuterei von Grenztruppen in Bangladesch hat ein Sondergericht am Wochenende die letzten Fälle abgeschlossen. Insgesamt seien 5.926 Soldaten wegen ihrer Beteiligung an dem Aufstand zu Haftstrafen verurteilt worden, sagte ein Sprecher der Grenztruppen heute in der Hauptstadt Dhaka.

Die Regierung hatte die Höchststrafe auf sieben Jahre festgelegt. Bei dem zweitägigen Aufstand im Hauptquartier der paramilitärischen „Bangladesch Rifles“ (BDR) waren im Februar 2009 insgesamt 74 Menschen getötet worden, darunter 57 Offiziere. Die Soldaten hatten als Grund für die Revolte schlechte Bezahlung und Benachteiligungen gegenüber den regulären Streitkräften genannt.

Die letzten 723 Angeklagten erhielten gestern ihre Strafen. Sie wurden unter anderem verurteilt, weil sie Befehle verweigerten, Waffen plünderten und Aufstände in Stützpunkten außerhalb Dhakas anfachten.

Publiziert am 21.10.2012