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Fast 21 Prozent Zunahme

Die Zahl der Asylanträge ist zuletzt wieder stark gestiegen: Das Innenministerium verzeichnete von Jänner bis Ende September eine Zunahme von 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Heuer gab es bis Ende September 12.510 Asylanträge, in derselben Periode des Vorjahres waren es nur 10.356.

Von Jänner bis Ende September 2010 wurden nur 8.138 Asylanträge gestellt. Zuvor war die Zahl in dieser Zeitspanne mit 11.577 Anträgen 2009 und 8.894 Anträgen 2008 höher, allerdings nicht auf dem Niveau von heuer.

Immer mehr unbegleitete Minderjährige

Zuletzt in den Fokus gerückt ist das Problem der unbegleiteten Minderjährigen. Die Asylzahlen der unbegleiteten Jugendlichen, die im Verfahren bessere Chancen als Erwachsene haben, steigen. Wurden im Vorjahr 871 Asylanträge aus dieser Personengruppe bis Ende September eingebracht, waren es heuer in diesem Zeitraum bereits 1.289.

In früheren Jahren gab es solche Phänomene nicht. Beispielsweise wurden 2007 im gesamten Jahr nur 582 Anträge von unbegleiteten Jugendlichen gezählt. 2008 waren es 874. Bei den Zahlen zu beachten ist, dass bei einem relativ kleinen Teil der Anträge später festgestellt wird, dass die Altersangaben falsch waren, die Jugendlichen also bereits volljährig waren.

Wien und Niederösterreich übererfüllen Quote

In Sachen Unterbringung gibt es aber nicht nur bei den Minderjährigen Probleme - die meisten Bundesländer nahmen bisher nicht so viele Asylwerber auf wie vereinbart. Wien und Niederösterreich übererfüllten ihre Quote deutlich, die Bundeshauptstadt um gleich 43,2 Prozent (Stand Montag). In absoluten Zahlen heißt das: Wien müsste 4.042 Flüchtlinge versorgen, es sind aber tatsächlich 5.788. Niederösterreich überschreitet die Quote um 6,7 Prozent.

Relativ knapp dran an den Vorgaben ist noch die Steiermark mit minus 4,5 Prozent. Dahinter folgen schon mit deutlichem Abstand das Burgenland mit minus 15,5, Tirol mit minus 19 und Oberösterreich mit minus 19,4 Prozent. Die größten Quotensünder sind Vorarlberg mit minus 20,8 Prozent, Kärnten mit minus 22,5 und Salzburg mit minus 25,3 Prozent.

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Publiziert am 23.10.2012