Lotterien fehlen Schritte gegen illegale Onlineanbieter

Der Dachverband der europäischen Lotterien European Lotteries (EL) hat beklagt, dass die EU-Kommission nicht ausreichend gegen illegale Online-Glücksspielanbieter vorgeht. So seien effiziente Strafverfolgungsmaßnahmen eine notwendige Bedingung, um europäische Verbraucher zu schützen.

Da dieser grundlegende Aspekt im Aktionsplan der EU-Kommission nicht angesprochen werde, „verfehlt die Kommission das Hauptziel“, erklärte der EL-Präsident und Lotterien-Vorstand, Friedrich Stickler, heute.

EU setzt auf bessere Koordination

„Viele der vorgeschlagenen Maßnahmen, insbesondere die Empfehlungen im Bereich Verbraucherschutz und Werbung, können keine Früchte tragen, wenn ihnen keine klare Verstärkung der Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegale Betreiber vorausgehen“, kritisierte Stickler.

In einer heute veröffentlichten Mitteilung erklärt die EU-Kommission, sie wolle einen europäischen Rahmen für das Onlineglücksspiel zunächst über einen Aktionsplan und durch bessere Koordination der EU-Staaten vorantreiben, sehe aber derzeit keine Gesetzesinitiativen vor. Ein Problem ist nach Angaben der EU-Kommission die große Anzahl von unregulierten Websites, die oft außerhalb der EU operieren, und die Spieler Betrugs- und Geldwäscherisiken aussetzen.

Stickler: Monopol dient dem Spielerschutz

„Österreich hat mit den Novellen 2008 und 2010 alle von der Europäischen Union monierten Punkte bereinigt. Das derzeit geltende Glücksspielgesetz ist in allen Punkten uneingeschränkt von der EU notifiziert. Das in Österreich bestehende Monopol dient ausschließlich dem Spielerschutz - daher besteht an der EU-Konformität unseres Systems kein Zweifel“, so Stickler weiter.

Publiziert am 23.10.2012