Drei Tote bei Massenpanik auf Halloween-Party in Madrid

Bei einer Massenpanik auf einer Halloween-Party in einer Madrider Sporthalle sind drei junge Frauen zu Tode getrampelt worden. Zwei weitere Frauen erlitten lebensgefährliche Verletzungen und rangen mit dem Tode. Wie die Polizei gestern mitteilte, war die Panik vermutlich durch ein bengalisches Feuer ausgelöst worden, das ein Unbekannter in der mit rund 10.000 Menschen gefüllten Halle entzündet hatte.

Von Menschenmenge überrannt

Zudem seien mehrere Knallfrösche geworfen worden. Das habe wahrscheinlich mehrere Besucher zu der Annahme veranlasst, dass in der Halle geschossen würde. Eine Menschenmenge ergriff in wilder Panik die Flucht. Ein Korridor wurde für eine Gruppe von Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren zu einer verhängnisvollen Falle.

Nach Angaben der Rettungsdienste stürzten fünf von ihnen im Gedränge und wurden von der nachfolgenden Menschenmenge überrannt. Dabei wurden sie so schwer verletzt, dass sie einen Herz- und Atemstillstand erlitten. Drei von ihnen konnten von den Sanitätern nicht wiederbelebt werden. Zwei wurden in ein Krankenhaus gebracht und befanden sich in kritischem Zustand.

Polizei ließ langsam räumen

Die Veranstalter brachen die Halloween-Party nach dem Unglück nicht ab, um eine größere Panik zu vermeiden. Die Polizei ordnete eine Räumung der Halle an, sorgte aber dafür, dass die Teilnehmer des Festes das Gebäude einzeln oder in kleinen Gruppen verließen. Mehrere Besucher der Feier berichteten, von dem Unglück überhaupt nichts mitbekommen zu haben.

Eine Augenzeugin berichtete dem Radiosender Cadena SER, an einem der Ausgänge habe es ein dichtes Gedränge gegeben, weil alle anderen Ausgangstore verschlossen gewesen seien. „Es war wie bei der Love Parade in Deutschland“, sagte die Frau dem Sender. In Duisburg waren am 24. Juli 2010 in einem Massengedränge und in den Tagen nach dem Unglück 21 Menschen gestorben und 541 verletzt worden.

Schüsse bei Halloween-Party in LA

Bei einer Halloween-Party an einer Universität in Los Angeles hingegen sind nach Medienberichten mehrere Menschen angeschossen worden. Der Sender BBC und die Zeitung „Los Angeles Times“ berichteten unter Berufung auf die Polizei von vier Verletzten.

Ein Verdächtiger sei festgenommen worden, teilte die University of Southern California auf ihrer Website mit. Nach Angaben der Zeitung eröffnete der Täter in der Nacht auf heute das Feuer auf eine Person und traf dabei drei weitere. Ein Mensch sei in kritischem Zustand. Nach Angaben des Senders CNN waren zwei Männer in Streit geraten.

Zwei Tote bei Bombenexplosion während Halloween-Feier in Kolumbien

Bei der Explosion einer Bombe im Südwesten Kolumbiens sind zwei Menschen getötet und 27 Kinder verletzt worden. Ein Mann sei am Mittwochabend (Ortszeit) mit der Bombe auf einem Fahrrad an einem Park in der Stadt Pradera vorbeigefahren, teilte ein Sprecher der Gemeinde mit. Er sei wahrscheinlich einer der Getöteten gewesen. Zwei der Kinder hätten schwere Verletzungen erlitten. In dem Park hätten zur Tatzeit Dutzende Kinder Halloween gefeiert.

Erste Erkenntnisse ergaben nach Angaben des Sprechers, dass der Täter möglicherweise eine nahegelegene Polizeistation angreifen wollte. Bisher sei unklar, was der Mann mit dem Anschlag bezweckte.