Skandal bei rechtspopulistischer Partei in Schweden

Die rechtspopulistische Partei Schwedendemokraten kommt wegen rassistischer Vorfälle unter Druck. Medienberichten zufolge kündigte gestern der rechtspolitische Sprecher der Partei, Kent Ekeroth, eine Auszeit im Parlament an. Am Mittwoch hatte bereits Erik Almqvist, Mitglied der Parteileitung und wirtschaftspolitischer Sprecher, seine Ämter niedergelegt.

Auslöser war ein von der Zeitung „Expressen“ veröffentlichtes Video, das die beiden Politiker und einen dritten Parteikollegen bei einem Streit mit einer jungen Frau und einem Immigranten im Jahr 2010 in Stockholm zeigt. Ekeroth hatte ihn mit seinem Handy gefilmt. Zu hören sind Almqvists rassistischen Beschimpfungen. Das Video zeigt zudem, wie die Männer sich auf einer Baustelle mit Eisenstangen bewaffnen. Die ausländerfeindlichen Schwedendemokraten schafften 2010 erstmals den Einzug ins Stockholmer Parlament.